Darf es eine Serviette aus Papier oder Stoff sein?

Vom Imbiss bis zum gehobenen Restaurant: Die Serviette gehört dazu. Nur was spricht nun für Varianten aus Stoff und was für jene aus Papier?

Hans Vivek

Aber vielleicht erst einmal kurz etwas zur Geschichte der Serviette, deren Bezeichnung übrigens aus dem Französischen mit „kleine Dienerin“ zu übersetzen ist. So wurde diese bereits zur Römerzeit bei Gastmahlen zum Abwischen der Teller benutzt. Erst in der beginnenden Renaissance wird sie dann wieder neu eingeführt und seitdem verbreitet sich die Serviette bis in die Gegenwart dynamisch. Als Resultat gibt es heute Servietten in unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien, weshalb jeder Gastronom irgendwann vor der Frage steht, für welchen Serviettentypen er sich denn nun entscheiden soll, denn die Spannweite an unterschiedlichen Materialien und Ausführungen ist immens.

Die Papierserviette und ihre Möglichkeiten

Papierservietten erfreuen sich in Kantinen, Imbissen wie auch in Gaststätten steigender Beliebtheit und dies hat seine Gründe: Zum einen sind diese günstig in der Anschaffung und müssen zum anderen nicht wieder aufbereitet werden. Auch gibt es ein schier riesiges Angebot an unterschiedlichen Größen, Ausführungen sowie individualisierbaren Aufdruckarten.

Durchaus bemerkenswert sind hier nicht nur die steigende Qualität der Angebote, sondern ebenso die erwähnten Aufdruck-Möglichkeiten. Letzteres macht die Papierserviette dann auch wieder für große Feierlichkeiten interessant. Denn dank der verschiedenen Druckverfahren kann von der einfachen Grafik bis zu hin zum Foto alles aufgedruckt werden – und dies ganz individuell nach den Wünschen des Auftraggebers. Viele Druckereien bieten bei Ihnen vor Ort oder im Internet entsprechende Leistungen professionell an.

Allerdings soll an dieser Stelle auch ein Minuspunkt der Papierserviette genannt werden, denn diese steht im Verdacht, bei längerem Kontakt mit Speisen gesundheitsschädigend zu wirken. Die Empfehlung lautet daher, Papierservietten nicht zum Einwickeln von Nahrungsmitteln zu verwenden.

Klassisch – mit Stoffservietten

Auch wenn der Siegeszug der Papierserviette ungebrochen ist, für die gehobene Gastronomie kommt deren Verwendung höchst selten in Frage. Dafür kann der Gastronom aber innerhalb eines weiten Angebots an Stoffservietten aus Baumwolle, Damast, Leinen oder Mischgewebe wählen. Genannte Materialien haben den entscheidenden Vorteil, dass sie bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. Damit sind Stoffservietten hygienisch stets einwandfrei und wenn auch die sogenannte Stärkung professionell geschieht, sind sie ideal, um mittels verschiedener Falttechniken optische Akzente zu setzen. Und noch etwas: Natürlich kann man auch Stoffservietten bedrucken lassen und ebenfalls sind hier die Möglichkeiten beeindruckend weit.

Stoffservietten:  Preise und Qualität

Es stimmt, gute Servietten aus Stoff haben ihren Preis, aber dafür bieten diese eine robuste Qualität, welche auch nach jahrelanger Benutzung nichts zu wünschen übrig lässt. Hierbei ist es eigentlich egal, ob Sie nun auf reine Baumwolle, eine Baumwoll-Leinen-Mischung oder das recht teure Leinen setzen. Nur die Verwendung von günstigen Stoffservietten mit Polyester-Beimischung will gut überlegt sein, denn diese Produkte sind zwar leicht zu bügeln, aber in der Regel nicht sehr langlebig.

Es sei gesagt, selbst günstige Servietten aus einfacher Baumwolle können nach längeren Zeiträumen noch gut aussehen, vorausgesetzt, dass Sie diese nach der Wäsche ordentlich stärken sowie bügeln oder mangeln. Viele Gastronomen entscheiden sich daher, die gesamte Tischwäsche in Fachbetriebe zur Reinigung zu geben, was meist auch günstiger ist.

Stoff oder Papier:  Die Vor- und Nachteile auf einen Blick

Wer mit einem ausgewählten gastronomischen Angebot überzeugen will, der sollte auf die altbewährte Stoffserviette setzen. Diese ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern begeistert immer noch durch Aussehen und Haptik. Die Reinigung der Servietten sowie der restlichen Tischwäsche sollte in entsprechende Fachbetriebe ausgelagert werden, weil sich dies letztlich rechnet.

Andererseits bieten sich Papierservietten nicht nur für Imbisse oder Gaststuben an, sondern können zum Beispiel bei Gesellschaften mit thematisch passenden Aufdrucken punkten. Zwar lassen sich auch Stoffservietten bedrucken, aber für einen einmaligen Anlass ist dies in der Regel entschieden zu teuer. Insgesamt sollte zum Thema bedruckte Servietten ein Gastronom entsprechendes Know-how entwickeln, um in Zukunft hier auf Anfragen für Feierlichkeiten professionell reagieren zu können.

Autor: Michael A. Mainka

Er ist der kreative Kopf hinter der Agentur MAINKA. Ihn zeichnet sein umfassendes Know-how über wichtige Werbebereiche wie auch neue Social-Media-Technologien aus. Daneben interessieren ihn gastronomische Trends.

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