Globale Geschmackswelten

Die internationale Küche wird nicht nur immer beliebter, sondern auch immer authentischer. Wir verraten, was Urlaub auf dem Teller so reizvoll macht und wohin es sich kulinarisch reisen lässt.

Globale Geschmackswelten Photo by Muhammad Fawdy on Unsplash

Um sich kulinarisch einmal rund um den Globus zu essen, ist keine Weltreise nötig, sondern nur der Besuch einer Metropole. Egal ob New York, London, Paris, Zürich oder Berlin: In den Großstädten trifft sich kulinarisch die ganze Welt. So lassen sich beispielsweise in München die Länderküchen der Seychellen, Malaysias, Perus oder des Libanons kosten. Aus nahezu allen Regionen der Welt finden sich auch hierzulande Spezialitätenrestaurants. Kein Wunder, ist ein Restaurantbesuch doch die bequemste Art des Reisens und eine wunderbare Möglichkeit, sein Fernweh zu stillen.

Kulinarisch in Urlaubserinnerungen zu schwelgen oder einfach mal etwas Neues auszuprobieren, ist für viele Deutsche dann auch der Grund, ein Spezialitätenrestaurant zu besuchen. Selbst die – kulinarischen Experimenten gegenüber vorsichtigen – Deutschen zeigen sich immer aufgeschlossener für neue Gerichte und Zutaten ferner Länder. So wähnen sich die Klassiker Italiener, Grieche und Chinese schon seit geraumer Zeit in bester Gesellschaft von orientalischen, osteuropäischen und asiatischen Küchen sowie denen Nord- und Südamerikas. Die Pandemie hat den Trend zur kulinarischen Weltreise noch beflügelt.

Im Gegensatz zu früher, wird beim Genuss internationaler Gerichte immer mehr Wert auf Authentizität gelegt. Neben besonderen Zutaten sind spezielle Gewürze und Kräuter hierbei von großer Bedeutung. Egal ob japanische Furikake-Gewürzmischung für gekochten Reis, indisches Garam Masala oder die Arabisch-Nordafrikanische Zatar-Gewürzmischung auf Basis des wilden Ysop-Thymians: authentische Aromen sind das A und O erfolgreicher Länderküchen. Auch spezielle Zubereitungsarten wie das Garen im Wok aus dem asiatischen Kulturkreis oder eine authentische Präsentation der Speisen (kein Bibimbap ohne Spiegelei!) machen authentische Geschmackserlebnisse aus.

Nach und nach werden die Kontinente kulinarisch weiter erkundet, immer neue Regionen werden dabei erschlossen. Neben Süd- und Osteuropa verlagerte sich das kulinarische Interesse immer weiter in die östlich des Mittelmeeres gelegenen Länder der aufgehenden Sonne (Soleil Levant) wie Israel, dem Libanon, Syrien, Palästina, Ägypten und Zypern. So feiert die Levante Küche mit ihren gemüse- und kräuterlastigen Zutaten schon seit Jahren einen wahren Siegeszug durch die Welt. Auch die asiatische Küche ist nach dem Einzug chinesischer und indischer Kochstile über japanische, thailändische und vietnamesische Einflüsse mittlerweile tief in koreanische Regionen vorgedrungen. Während die US-amerikanischen, neuseeländischen und australischen Länderküchen aufgrund der geografischen Größenordnung schwer festzumachen sind, wird der südamerikanische Kontinent von Mexiko und Brasilien aus zunehmend nach Süden hin aufgerollt. Lediglich die afrikanische Küche, mit Ausnahme der von Nordafrika, liegt hierzulande mehr oder weniger noch im Dornröschenschlaf.

Die vielfältigen internationalen Einflüsse sind in unserer globalisierten Welt nicht mehr wegzudenken. Dabei sind sie nicht als Konkurrenz zu betrachten, sondern als Bereicherung. So kann die hiesige Gastro-Landschaft bei ihrer Weiterentwicklung aus einem kulinarischen Füllhorn schöpfen. Durch das Mischen von Gerichten, Zutaten und Aromen verschiedener Kulturen können im Rahmen der Crossover-Küche ganz neue Kochstile und Speisen entstehen.

Oder eine neue Esskultur wie beispielsweise die, durch die Pandemie jäh gestoppten, Shared Dishes. Die Tradition vieler geteilter Teller mit verschiedensten Speisen (man denke nur an spanische Tapas oder orientalische Mezze) hatte gerade ihren Siegeszug nach Deutschland angetreten, als das Corona-Virus Einhalt gebot. Wer weiß, vielleicht lebt der Trend diesen oder nächsten Sommer wieder auf – in dieser oder einer neuen Form? Fest steht: Fusion-Food steht die Welt offen und darf auf eine köstliche Zukunft hoffen.

Autor: Kirsten Schwieger

Sie liebt es, in der Küche zu improvisieren, was sich beim Backen allerdings manchmal übel rächt. Die Hamburgerin aus Vorsatz ist ein großer Fan der vegetarischen Küche und von Desserts mit viiiieeel Schokolade.

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