Die Vielfalt der Kaffeebohne neu entdecken

Arabica und Robusta – sind heute die gängigen Kaffeebohnen. Gut, also, wenn man die verwöhnten Gäste noch mit anderen Sorten begeistern kann.

Zarak Khan on Unsplash

Kaffee ist im Sinne des Wortes in aller Munde. Durchschnittlich werden in Deutschland etwa 4,8 kg davon pro Kopf und Jahr konsumiert. Das entspricht in etwa zwei Tassen pro Tag und damit ist das schwarze Gold noch vor Bier das beliebteste Getränk im Land. Wo viel Nachfrage herrscht, gibt es bekanntlich auch ebenso viel Angebot. Allerdings besteht dieses in Sachen Kaffee eher aus diversen Kaffeespezialitäten, welche dann von Espresso über Caffè Latte bis hin zu Cold Brew reichen. Schaut man hier genauer hin, so basiert das alles auf zwei Kaffeebohnensorten namens Arabica und Robusta. Wir finden, da geht noch was – und werfen einmal einen Blick auf das weltweite Angebot in Sachen Kaffeebohne und lassen dabei die beiden erwähnten Klassiker natürlich ebenfalls nicht außer Acht.

Klassiker: die Arabica

Die Arabica ist die beliebteste Kaffeebohne und überzeugt geschmacklich mit der ihr eigenen Fruchtigkeit, Ausgewogenheit wie auch Komplexität. Daneben weist die beliebte Bohne wenig Säure auf und sorgt damit insgesamt für einen milden Geschmack. Übrigens lässt sich die Arabica optisch von der Robusta leicht unterscheiden, da sie größer ist und zudem eine S-förmige Narbe aufweist.

Nachteile hat die Arabica eher für die Produzenten, denn die Kaffeesträucher gelten als sensibel und sind für Schädlinge recht anfällig, weshalb großflächige Ernteausfälle keine Seltenheit sind. Prinzipiell benötigt die Arabica ein kühles, stabiles Klima und gedeiht in höheren Regionen am besten. Aufgrund dieser Voraussetzungen ist ihr Reifeprozess als langsam zu bezeichnen, aber derart kann sie wiederum ihr typisches Aroma ideal ausbilden. 

So robust wie der Name: die Robusta

Im Gegensatz zu Arabica ist der Robusta Kaffeestrauch äußerst robust und dies gleich unter mehreren Bedingungen: Zum einen hat dieser mit einem Zuviel an Sonne oder Regen kaum Probleme, andererseits erweist er sich gegen Schädlinge wie den Kaffeerost als äußerst resistent.

In Sachen Erscheinung ist die Robusta-Bohne kleiner als die Arabica und weist eine gerade Narbe auf. Jedoch gilt sie in Sachen Geschmack lediglich als zweite Wahl. Immer wieder weisen jedoch Kenner darauf hin, dass es durchaus sehr überzeugende Robusta-Sorten gibt. Zumindest in einer Sache ist die Robusta dann ganz klar erste Wahl: beim Espresso. Wobei sie hierfür rein verwendet oder als sogenannter Blend mit der Arabica gemischt wird. Daneben weist die Robusta einen nahezu doppelt so hohen Koffeingehalt wie die Arabica auf.

Eine Komposition: die Arabusta

Arabusta: Diese Wortkomposition aus Arabica und Robusta besagt es bereits: Hier handelt es sich um eine Kreuzung der beiden beliebten Kaffeearten. Eigentlich ist das eine gute Idee, denn derart vereinigt sich das feine Aroma der Arabica mit der Widerstandskraft der Robusta. Jedoch ist der tatsächliche Erfolg bescheiden, denn die Arabusta-Kaffeepflanze wird zwar derzeit in den niedrigeren Lagen Afrikas angebaut, führt aber insgesamt eher ein Nischendasein. Übrigens liegt ihr Koffeingehalt von etwa zwei Prozent ebenfalls zwischen dem des Arabica- und Robusta-Kaffees.

Stets eine Alternative: die Liberica

Zuerst einmal fällt bei der Liberica der sehr geringe Marktanteil ins Auge und daneben gibt es eine weitere Besonderheit: die Liberica gedeiht lediglich wild und dies auf hochwachsenden Kaffeebäumen im Dschungel. In den 80er-Jahren war aber die Liberica dann doch für kurze Zeit im Sinne des Wortes in aller Munde. Ein Schädling hatte nahezu die gesamte Arabica Ernte weltweit zerstört und für Ersatz sorgte in dieser Zeit die Liberica. Nach wenigen Jahren fiel sie dann aber wieder in Vergessenheit, zumal ihr Geschmack polarisierte, da er vielen Konsumenten als zu holzig schmeckte. Jedoch gibt es auch eine kleine Fangemeinde, welche diverse Kaffeemischungen mit der Liberica bevorzugt. Anders gesagt: Für manchen mag gerade die Liberica eine Alternative zu den gängigen Kaffeebohnen darstellen. Wir empfehlen: Machen Sie den Test! 

Eine Art kleine Schwester: die Excelsa

Die Excelsa ist streng genommen eine kleine Variante der Liberica. Ihr Geschmack wird als dunkel oder auch kräftig bis erdig umschrieben. Zudem werden die Excelsa-Kaffeebohnen sehr teuer gehandelt, was nicht gerade zu einer steigenden Beliebtheit beiträgt. Wie auch die Liberica wird die Excelsa zumeist in Mischungen verwendet.

Eine magenschonende Kreuzung:die Maragogype

Die Maragogype gilt als magenschonende Bohne. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine Kreuzung aus Arabica und Liberica. Da die Maragogype Bohnen wesentlich größer als die Arabica-Bohnen ausfallen, werden diese auch als „Elefantenbohnen“ bezeichnet. Daneben ist sie besonders säurearm und eignet sich damit besonders für French Press- oder Filterkaffee.

Teuer und befremdlich: die Kopi Luwak

Die Kopi Luwak gehört weltweit zu den teuersten Kaffeebohnen. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine Mischung aus Arabica, Liberica und Excelsa. Daneben ist die Kopi Luwak recht umstritten, denn die Kaffeekirschen „müssen“ zuerst von Schleichkatzen gefressen, verdaut und wieder ausgeschieden werden. Genauer gesagt, fermentieren im Darmtrakt der Tiere die Kaffeekirschen, wodurch die Bohnen erst ihr erdig schokoladiges Aroma entwickeln. Das klingt seltsam, aber es geht noch weiter, denn das Ganze ist mit Tierquälerei verbunden, da die Schleichkatzen für diesen Prozess in Käfige gesperrt werden und nichts anderes als Kaffeekirschen zu fressen bekommen.

Autor: Michael A. Mainka

Er ist der kreative Kopf hinter der Agentur MAINKA. Ihn zeichnet sein umfassendes Know-how über wichtige Werbebereiche wie auch neue Social-Media-Technologien aus. Daneben interessieren ihn gastronomische Trends.

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