Erfolgsrezept Social Media – Tipps & Tricks für die Gastronomie

Mit appetitanregenden Postings und einer konsistenten Strategie hat ein Gründerpaar sich eine beachtliche Reichweite und ein florierendes Gastgewerbe erschaffen.

Seit Eröffnung ihres indischen Restaurants AuthenTikka im Oktober 2019 im Hamburger Schanzenviertel rühren Sonja und Tarun Rana dafür aktiv die Social-Media-Werbetrommel. Mit Erfolg: Schnell war ihr Lokal abends ausgebucht. Eine mittlerweile beachtliche Reichweite auf Instagram und Facebook gewährleistet, dass die beiden auch im Lockdown mit Take-away über die Runden kommen. Im Interview verrät die Online-Marketing-Expertin und Gastivo-Kundin Sonja das Geheimnis ihres Erfolgs.

Sonja, was ist Euer Social-Media-Erfolgsrezept?

Professionelle Fotos, eine konsistente Bildsprache und gutes Storytelling. Aufgeheizt durch ausgewählte Kooperationen und garniert mit originellen Gewinnspielen. Aber das Wichtigste ist: Immer mit der Community im Austausch bleiben! Wir haben von Anfang an auf Social Media gesetzt, auch weil unsere Location aufgrund der Lage nicht von Laufkundschaft profitiert.

Das klingt ziemlich professionell. Wie ist denn Eure konkrete Strategie zur Follower-Generierung und -Bindung?

Wir adressieren mit unseren Präsenzen auf Instagram und Facebook eine breite Zielgruppe. Auf Facebook halten wir eine ältere, qualitätsbewusste Kundschaft auf dem Laufenden während wir mit unserer Instagram-Kommunikation ein junges, trendbewusstes Publikum generieren. Grundsätzlich setzen wir auf organisches Wachstum, ergänzt durch Kooperationen mit Werbeagenturen, Gastro-Plattformen und auch Influencern wie Foodbloggern. Das funktioniert auf Instagram besser als auf Facebook, wo man nur die Leute erreicht, die einen ohnehin schon kennen – es sei denn, man schaltet bezahlte Werbung. Gewinnspiele bewerben wir mit Summen im zweistelligen Bereich. Mit interessantem, authentischem Content und zuverlässiger Kommunikation sorgen wir für Kundenbindung und etablieren eine unverwechselbare Marke.

Wie hoch ist Euer Marketing-Budget und wohin fließt das Geld?

Wir geben monatlich durchschnittlich 1.500 Euro aus, manchmal weniger, manchmal sogar mehr. Der Großteil davon fließt in die Content-Produktion. Einmal im Monat machen wir ein Fotoshooting in unserem Restaurant mit einem professionellen Fotografen. Eine Kommunikationsdesignerin bearbeitet dann auf Freelancer-Basis die Fotos und kümmert sich um die Bespielung der Feeds. Der Rest fließt in Sponsored Posts und manchmal auch in bezahlte Kooperationen, wobei unser Fokus auf Gegengeschäften liegt. Influencer „bezahlen“ wir in Naturalien, sprich sie zahlen nicht für das konsumierte Essen. Übrigens haben wir unser Budget schon während des 1. Lockdown nicht eingefroren oder heruntergefahren, was sich definitiv ausgezahlt hat. Wir haben uns eine solide Stammkundschaft aufgebaut, die uns verlässlich weiterempfiehlt. Davon profitieren wir jetzt im 2. Lockdown mit unserem Take-away.

Welche Tipps könnt ihr Gastronomen mit kleinerem Budget geben?

Besser wenig posten als gar nicht. Auf Instagram allerdings müssen die Fotos top sein. Was nicht zwingend bedeutet, dass man einen Fotografen oder professionelle Bildbearbeitung benötigt. Ein gutes iPhone und ein Auge für Bildgestaltung können durchaus reichen. Ist das nicht machbar, dann lieber die Finger von Instagram lassen und auf andere Plattformen, beispielsweise Facebook oder vielleicht auch Twitter, konzentrieren. Grundsätzlich gilt: Authentizität und „Menschelndes“ kommen immer gut an.

Welche Inhalte spielt ihr auf welchen Kanälen?

Der Grundstock unseres Contents auf Instagram und Facebook ist identisch. Er wird auf Basis eines Redaktionsplanes und mittels eines Publishingtools automatisiert veröffentlicht. Spontane Posts nehme ich dann individuell und plattformspezifisch vor. Auf Instagram in den Stories, auf Facebook dann zum Beispiel geteilter Content wie Rezensionen oder Input über indische (Ess)Kultur. Manche Gewinnspiele machen wir auch nur bei Instagram, weil wir gemerkt haben, dass die Resonanz dort viel größer ist.

Wie oft postet ihr und was gefällt Euren Fans am besten?

In der Regel posten wir zwei bis drei Mal pro Woche. Es kann aber auch mal sein, dass eine Woche nichts veröffentlicht wird – wenn wir nichts mitzuteilen oder zu viel zu tun haben. Am besten gefallen unseren Followern persönliche, authentische Posts. Zum Beispiel Familienfotos oder „Hinter den Kulissen“-Geschichten. Aber auch appetitliche Posts zu Festtagen oder „how to“-Inhalte werden viel geliked und gerne kommentiert. Gewinnspiele sind natürlich auch sehr beliebt.

Worauf kommt es beim Bildmaterial besonders an?

Neben professioneller Qualität ist auch die Gesamtkomposition im Feed wichtig. Also, ein stimmiges, konsistentes Farbkonzept sowie ein thematisch gegliedertes Storytelling. Wir achten zudem sehr darauf, dass der Fokus auf Food liegt und dieses authentisch rüberbringt, so wie es dem Gast auch serviert wird. Das Licht muss auch stimmen – oder die Nachbearbeitung ;-).

Welche Bedeutung hat Social Media im Lockdown?

Wir kommunizieren dort regelmäßig unser Take-away-Angebot und unseren Mittagstisch. Und die Info, dass Selbstabholer 10 Prozent Rabatt erhalten. Natürlich beantworten wir auch Fragen unserer Kunden zügig. Kommunikation ist das A und O – grundsätzlich und ganz besonders in Krisenzeiten.

Weitere interessante Einblicke zu AuthenTikka findest Du außerdem in den Gastro-Shots in unserem Gastivo Magazin.

Hier geht’s zur offiziellen Website von AuthenTikka.

Autor: Kirsten Schwieger

Sie liebt es, in der Küche zu improvisieren, was sich beim Backen allerdings manchmal übel rächt. Die Hamburgerin aus Vorsatz ist ein großer Fan der vegetarischen Küche und von Desserts mit viiiieeel Schokolade.

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