Eine gute Weinkarte – sorgt für gute Umsätze

Würden Sie ein Auto ohne Navigationssystem kaufen? Wahrschein nicht. Nicht viel anders ist es heute in der Gastronomie mit der Weinkarte. Nur, worauf kommt es hier an?

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Es stimmt: Man muss kein guter Koch sein, um ein guter Gastronom zu werden, dies belegen unzählige erfolgreiche Beispiele. Allerdings lohnt sich für einen jeden Restaurantbetreiber dann doch eine längere Beschäftigung mit der eigenen Weinkarte, zählt diese doch zu den heute unverzichtbaren Extras.

Die Grundlagen:

Zuerst einmal: Jedes Restaurant benötigt nun einmal eine Auswahl an verschiedenen Weinen. Das Problem beginnt allerdings bereits bei der Beratung durch den Weinhändler. Denn hierbei vergessen viele Gastronomen schlicht auf das eigene gastronomische Konzept hinzuweisen. Führt man beispielsweise ein italienisches Restaurant, dann empfiehlt sich auch eine Weinkarte mit dem entsprechenden Schwerpunkt Italien – und eben nicht Australien oder Frankreich.

Qualität für jeden Geldbeutel

Bekanntlich haben unterschiedliche Gäste verschiedene Geschmäcker und eben auch Geldbeutel. Dies sollten Sie unbedingt bei der Konzeption Ihrer Weinkarte berücksichtigen. Hierbei empfiehlt sich für eigentlich jedes Restaurant eine ausgewogene Mischung aus einfachen und guten Weinen bis hin zu teureren und damit edleren Tropfen.

Letztlich ist es hierbei logisch, dass sich weniger gut betuchte Gäste an einem guten Preis-Leistungsverhältnis erfreuen und wiederum die finanzkräftigere Kundschaft über die besonders ausgewählten Tropfen begeistern wird. Übrigens lohnt es sich in der Regel, höherwertige Weine glasweise anzubieten, denn dies wissen viele Gäste zu schätzen und so mancher wird anschließend gerne zum Stammgast.

Kombinationen – die ankommen

Eigentlich ist die Tatsache nicht neu, dass nicht zu jeder Speise auch jeder Wein passt. Besprechen Sie daher mit Ihrem Weinhändler Ihr Weinportfolio anhand Ihrer Speisekarte. Ihre Kunden werden diese Perfektion zu schätzen wissen, spätestens wenn Ihr Personal zum jeweiligen Gericht auch einen hervorragenden Wein empfehlen kann. Derart punkten Sie letztlich bei Ihren Gästen durch Fachwissen und runden kulinarische Erlebnisse ab.

Ein wenig Wortakrobatik – ist durchaus gefragt

Mit Wein lässt sich gutes Geld verdienen – gerade in der Gastronomie. Insofern ist es unverständlich wie dilettantisch oftmals die Weinkarte ausschaut. Hierbei ist nicht das Design gemeint, sondern die jeweiligen Weinbezeichnungen. Anstatt leere Worthülsen wie „fruchtig und elegant“ zu benutzen, empfiehlt es sich vielmehr den Jahrgang und den Erzeuger zu benennen, vielleicht sogar die Lage des Anbaugebietes. Diese Präzision macht gerade bei fachkundigen Gästen nachhaltigen Eindruck. Zudem werden Sie bald bemerken, wie die Nachfrage nach den guten Tropfen steigt.

Kleine Einheiten für großen Umsatz

Eher selten bestellen Gäste gleich eine ganze Weinflasche und somit hat der Wirt des Öfteren das wirtschaftliche Risiko der geöffneten Weinflaschen. Allerdings bestätigen viele Gastronomen, dass eine gute Weinkarte hier das beste Gegenmittel ist, weil eben auch mehr bestellt wird.

Und noch etwas: Stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen in einem guten Restaurant und fragen die Kellnerin, welchen Wein diese zu Ihrem Gericht empfiehlt, worauf Sie „den weißen Hauswein“ als Antwort erhalten. So mancher Gast wird dann doch lieber ein kaltes Bier bestellen, schließlich kann man damit ja nicht viel falsch machen. Schulen Sie daher Ihre Servicekräfte dahingehend, zu allen Gerichten auch jeweils die passenden Weine zu empfehlen.

Zum Schluss: Einen guten Schluck

Ja, in Frankreich ist der Wein ein Kulturgut – und Deutschland entwickelt sich langsam aber sicher auch zu einem Land der Weinfreunde. Sie tun also nicht falsch, einmal den einen oder anderen Tropfen selbst zu testen, um anschließend besser mitreden zu können. Vor allem sollten Sie auf eine passende und informative Weinkarte achten – und eben darauf, dass Ihr Personal anhand dieser Ihre Gäste hervorragend beraten kann. Es lohnt sich.

Autor: Michael A. Mainka

Er ist der kreative Kopf hinter der Agentur MAINKA. Ihn zeichnet sein umfassendes Know-how über wichtige Werbebereiche wie auch neue Social-Media-Technologien aus. Daneben interessieren ihn gastronomische Trends. 

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