Vom Aufbau eines erfolgreichen Szene-Getränkes

Schaut man auf die unzähligen Getränkemarken, die um die Gunst der Käufer konkurrieren, so ahnt man, dass der Geschmack in vielen Fällen nicht allein entscheidend ist, sondern psychologische Faktoren wie die Geschichte des Produktes und der Markenname für die Kaufentscheidung wesentlich sind.

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Photo by Mark Zamora on Unsplash

Geschmack zählt, aber meist ist die Marke Träger des Erfolges

Die Konkurrenz auf dem Getränke-Markt ist extrem groß. Monatlich kommen neue Lifestyle-Getränke hinzu und jedes dieser Getränke beansprucht für sich, einzigartig und innovativ zu sein. Grund für die enorme Getränkeauswahl ist nicht der Bedarf, vielmehr sind die meisten Produzenten auf der Suche nach neuen Märkten mit neuen Mischprodukten.

Ein gutes Marketing ist der Schlüssel: Die Bedeutung des Namens ist für den Erfolg des Produktes nicht zu unterschätzen. Gerade bei Getränken sollte auch der Name „schmecken“. Mit einem guten, möglichst klaren Klang und hoher Einprägsamkeit bildet der Name den Öffner zum Absatzmarkt.

Authentizität ist wichtig

Den Schlüssel für den Markenerfolg bildet jedoch Authentizität. So verwundert es nicht, dass sich viele der neuen Produkte nicht dauerhaft im Markt etablieren können. Varianten auf bereits bekannte Produkte werden sich kaum halten können, denn auch für Lifestylegetränke gilt die First-Come-Regel. Bei mutig unterstützten neuen Produkten ohne entsprechendes Wettbewerbsumfeld ist der Name noch nicht so wichtig, wenn eine gewisse Besonderheit oder Einzigartigkeit gegeben ist. Namen können Getränken aber zu Kultstatus verhelfen und ihnen zusätzlich ein edles Image verleihen, das sich auch im Preis widerspiegelt, wenn der gesamte Markenauftritt konsequent ist.

Das Getränk muss verfügbar und erlebbar sein

Einzigartigkeit in Geschmack und Design sind essenziell, um am Markt zu bestehen. Als größte Hürde am Anfang steht aber eine sehr praktische Herausforderung: Die Verfügbarkeit. Das Produkt muss nicht nur gut schmecken, es muss auch erhältlich sein. Der Getränkemarkt ist sehr kapitalintensiv und der Einstieg entsprechend schwierig.

Herausforderung am Start: kleine Stückzahl bei niedrigen Kosten

Hat man eine überzeugende Getränke-Idee gefunden und möchte mit dem neuen Produkt in die Testphase gehen, so ergibt sich das Problem, eine kleine Stückzahl zu vertretbarem Preis vorzuproduzieren. Da das Getränke-Startup weder über bestehende Produktionsanlagen, mit denen experimentiert werden kann, noch über einen großen Absatzmarkt verfügt, wird die erste Charge zu einer bedeutenden Herausforderung. Vor allem, da man mit finanzkräftigen Konzernen konkurriert, die problemlos den Markt mit einem Testgetränk „fluten“ können, ohne dass sofort eine Wirtschaftlichkeit gegeben sein muss.

Um zur ersten Test-Charge zu kommen, gibt es verschiedene Lösungsansätze:

  1. Kontaktaufnahme zu Lohnabfüllungen und Einholen von Angeboten für Testchargen und Kleinserien.
  2. Kooperationen mit Nischenunternehmen, die ein vergleichbares Getränk herstellen, zum Beispiel regionale Limonadenhersteller, Mostereien und kleine Abfüllbetriebe – hier ist die Suche nach Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gefragt. So kann man vielleicht auch bestehende Vertriebsstrukturen mit nutzen und von vorhandenen Zulieferbetrieben profitieren.
  3. Venture Capital: Sollte die Getränke-Idee wirklich innovativ und einzigartig sein, kann man versuchen, das Interesse von Kapitalgebern zu wecken. Auch Crowdfunding zur Gewinnung von Start-Kapital über Plattformen wie Seedmatch oder Startnext ist für Getränke-Ideen ein gangbarer Weg.

Die Rezeptur lässt sich nicht schützen

Zu bedenken ist, dass sich die Rezeptur nicht schützen lässt. Umso wichtiger ist es, über die Marke, die Qualität und die Authentizität des Produktes eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen und das Produkt mit breit angelegter Werbung bekannt zu machen. Dabei sollten Emotionen rund um das Produkt geschaffen werden. Die mit Abstand größte Herausforderung eines jungen Startups ist es, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Diese ist nötig, um das Produkt sichtbar zu machen und die Bekanntheit zu steigern.

Nur die Besten haben Bestand

Für Getränke-Innovationen ist Einzigartigkeit das Nonplusultra. Dafür bedarf es im Marketing einer klaren Botschaft, die den besonderen Mehrwert betont und aus der Masse heraussticht. Denn Durst kann man auch mit einem einfachen Wasser stillen. Für alle Getränke gilt deshalb: Gekauft werden nur die Besten.

Autor: Manfred Troike

Inhaber von LEINENLOS, Blog über Menschen, Ideen und Trends in der Gastronomie. Mich faszinieren die Abläufe in Gastronomiebetrieben, die Schnittstelle zwischen Gast und Personal. Es ist der Kontakt mit sehr unterschiedlichen Menschen, der mich jeden  Tag wieder neugierig macht.

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