Regional wird jetzt exotisch!

Regionale Lebensmittel liegen schon lange im Trend. Aber jetzt kommen die neuen „regionalen Exoten“ dazu – und sie haben viel zu bieten!

brooke Photo by cagle on unsplash

Fußballfans können mit dem Wort „Viererkette“ schon lange etwas anfangen. Jedoch ist es noch nicht sehr lange her, da verstanden lediglich Betriebswirte das ähnliche klingende Wort „Lieferkette“. Letzteres hat sich seit Corona geändert.

Besagte internationale Lieferketten und deren Zusammenbrüche sorgen aktuell für das zusätzliche Erstarken eines schon länger anhaltenden Trends: Die Rede ist von lokalen Lebensmitteln – und da gilt es mittlerweile vollkommen neue Sorten hier bei uns zu begrüßen, die noch vor ein paar Jahren ausschließlich in weit entfernten Ländern angebaut werden konnten.  

Regional? Ist erst einmal mehr als nur ein Trend

Neben drohenden oder tatsächlichen Lieferketten-Zusammenbrüchen gibt es aber noch all die anderen Gründe, warum zunehmend mehr Menschen und eben auch Gäste in der Gastronomie sich für die Herkunft von Lebensmitteln brennend interessieren. Zum einen ist da ein höheres Vertrauen in die Qualität der lokalen Ware selbst, denn dem eigenen Nachbarn traut man schließlich eher. Andererseits entdeckten viele Menschen in der Pandemie die lokalen Produzenten und Händler vor der Haustür sozusagen ganz neu.

Laut aktuellen Marktforschungsberichten haben rund die Hälfte der Deutschen während des Lockdowns durch gezielte Einkäufe die Geschäfte und Händler in ihrer näheren Umgebung bewusst unterstützt. Die gleichen Studien gehen davon aus, dass überraschend viele Verbraucher eben dieses Verhalten auch im Nachhinein beibehalten möchten. Es macht für den Verbraucher Sinn und daneben vermittelt es diesem, wie bereits gesagt, ein gutes Gefühl.

Lokale Exoten & kulinarische Migration

Mit der Exotik ist das so eine Sache. Bekanntlich stammt die Tomate aus Südamerika und nur die wenigsten wissen, dass der Rettich aus Vorderasien oder der Spinat aller Wahrscheinlichkeit nach zuerst in Persien kultiviert wurde. Selbst die bei uns recht beliebten Erbsen stammen nicht aus Mitteleuropa, sondern ursprünglich aus Syrien. Last but not least: Vermutlich liegt die Herkunft der Gurke in Persien. 

Bereits vor einigen Jahren begann man auch in Mitteleuropa damit, sogenannte exotische Gemüsesorten anzubauen. Dieser Trend wurde dank moderner Technologien wie auch dem sogenannten Indoor-Farming ermöglicht. Wenn man so will, wurden damit aus Exoten einheimische Sorten. Letztlich hat sich aktuell das Angebot der sogenannten neuen lokalen Exoten in unseren Geschäften in den letzten Jahren enorm erweitert – und dies mitunter sogar in zertifizierter Bio-Qualität.

Darüber hinaus fällt noch etwas auf, was im ersten Moment seltsam klingt: Der allseits diskutierte Klimawandel trägt verstärkt dazu bei, dass Landwirte umdisponieren und sich für den Anbau der besagten „neuen Exoten“ entscheiden. Kurz: Die Vielfalt von exotischen und zugleich regional angebauten Obst- und Gemüsesorten steigt aktuell stark an.


Die „Neuen“ kommen gut an

Und dann ist da noch eine weitere Merkwürdigkeit, welche viele Experten bestätigten: Die in unseren Gefilden angebauten Exoten schmecken oftmals tatsächlich weit besser, als jene Exemplare, die aus dem eigentlichen Ursprungsland importiert werden.

Das gilt zum Beispiel für lokal angebauten Ingwer oder die derzeit so beliebten Goji-Beeren. Letztere werden in Mitteleuropa sogar als Bio-Produkte angebaut. Aber das ist noch nicht alles: Ebenfalls erfolgreich migrieren konnten sich Nutzpflanzen wie Aloe Vera oder Kardamom. Last but not least: Nicht zu vergessen sind Fruchtsorten wie Papaya, Maracuja, Limette, Sternfrucht oder Feige. 

Eine exotische Schlussempfehlung

Die moderne Gastronomie kennt keine festen Gesetze, sondern wandelt sich entsprechend dem, was die Kundschaft fordert. Aktuell geht der Trend hin zu „Exotisch & regional“ und wir empfehlen jedem Gastronomen sich hier auszuprobieren. Die Frage dabei muss lauten: Was nimmt die Kundschaft sehr gerne an. Daneben empfehlen wir dann auch tunlichst auf der Speisekarte darauf aufmerksam zu machen, dass die angebotenen Exoten „ganz natürlich“ aus der Region kommen! Letzteres ist gut für das eigene Image. Daneben wünschen wir jetzt ganz unexotisch ein gutes Gelingen.

Autor: Kirsten Schwieger

Sie liebt es, in der Küche zu improvisieren, was sich beim Backen allerdings manchmal übel rächt. Die Hamburgerin aus Vorsatz ist ein großer Fan der vegetarischen Küche und von Desserts mit viiiieeel Schokolade.

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