Mehr als nur ein Trend: Zero Waste Barkeeping

Zero Waste Barkeeping ist nachhaltig, kommt aus Asien und entwickelt sich aktuell zum internationalen Trend. Wir beleuchten Hintergründe und Details.

Photo by Rodnae Productions on Pexels

Zero Waste? Das ist erst einmal Englisch und bedeutet so viel wie „null Müll“. Und es ist eine nach Nachhaltigkeit strebende Philosophie oder Art zu leben. Hier aber soll es um „Zero Waste Barkeeping“ gehen, was sich am besten mit „eine Bar ohne Müll betreiben“ übersetzen lässt. Und ja, es handelt sich hierbei um einen Trend, der weder aus Berlin oder Kalifornien kommt, sondern aus Asien. 

Zero Waste Barkeeping & Nachhaltigkeit

Insgesamt sollen beim Zero Waste Barkeeping die Abfälle vermieden, Rohstoffe sinnvoll genutzt und möglichst eine Wiederverwendung der eingesetzten Materialien erreicht werden. Den Gast erwartet hierbei mehr als nur ein neues Label, sondern eine auch in den Details ernsthafte Angelegenheit. Da werden zum Beispiel Kartoffelschalen zu Bar-Snacks umfunktioniert oder ungenutzte Brot- und Käsestücke zu neuen Spirituosen verarbeitet. Mancher geht sogar so weit und wandelt überschüssigen Alkohol und Zitronenschalen in Seife sowie Handdesinfektionsmittel um.

Andererseits sprechen wir hier nicht gerade über eine Jugendbewegung, sondern fast alle entsprechenden Zero Waste Bars können als gehoben bis sehr teuer beschrieben werden. Letzteres hat zumindest für den entsprechenden Gastromomen einen gewissen Vorteil, weil sich hier der Mehreinsatz in Sachen Nachhaltigkeit durchaus schnell amortisieren kann. 

Bar Penicillin

Die Hongkonger Bar Penicillin wurde als Asiens nachhaltigste Bar ausgezeichnet. Eher versteckt gelegen hat die Bar seit der Eröffnung im Jahr 2020 in der asiatischen Barszene für enorm viel Aufsehen gesorgt. Daneben bezeichnet sich die Bar selbst als Hongkongs erste „Cocktail-Lounge mit geschlossenem Kreislauf“. Im Detail werden alle Speisen und Getränke aus regionalen Zutaten hergestellt. Dabei wird wirklich alles vollständig verwendet – also von der Haut bis zu den Samen. Selbst aktuell nicht verwendete Obst- und Gemüseportionen werden für spätere Zwecke fermentiert.

Ein Großteil der Inneneinrichtung der sehr trendig eingerichteten Bar ist dann auch aus recycelten Materialien. Zum Beispiel wurde das Holz von umgestürzten Bäumen verwendet oder Baumaterial aus aufgegebenen Geschäften wiederverwendet. Ebenfalls besonders: Solche Cocktails, die mit sogenannten EcoSPIRITS erstellt werden, haben zur Folge, dass für jedes Getränk ein Baum im indonesischen Kalimantan gepflanzt wird. Auf EcoSPIRITS gehen wir weiter unten nochmals genauer ein.

 

Trigona Bar

Die Bar Trigona in Malaysia ist ebenso der Zero Waste Barkeeping-Szene zuzurechnen. Die Bar verzichtet gänzlich auf Plastik, während Zutaten und Produkte ganz bewusst von lokalen Quellen bezogen werden.

Als das Team vor der Eröffnung nach einer Inspiration für die Bar suchte, stieß es auf die Trigona-Biene, eine in Malaysia beheimatete und vom Aussterben bedrohte Art. Daraus entwickelte sich ein nachhaltiges Konzept, welches heute von den Gästen wie auch der internationalen Presse hervorragend angenommen wird: Die Bar zählt aktuell in vielen maßgeblichen Rankings zu den wichtigsten Bars ganz Asiens.

 

Zum Schluss

Das asiatische Unternehmen EcoSPIRITS möchte die Masse an Einwegflaschen in der Spirituosenindustrie radikal reduzieren. Herzstück ist der wiederbefüllbare „EcoTOTE“, wobei es sich um einen froschgrünen Kanister handelt. Warum wir das alles extra erwähnen? Weil die zuvor vorgestellten Bars unter anderem Leistungen und Produkte von EcoSPIRITS nutzen.

Was wir in Mitteleuropa wiederum von Asien lernen können, ist zweierlei: Die Trends der Zukunft, es sind sinnvolle, kommen nicht mehr nur aus den USA. Und was weit wichtiger ist: Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind schon lange keine Themen mehr für Freaks und Spinner, sondern erobern aktuell die gehobene Gastronomie – und dies weltweit.

Autor: Michael Mainka

Er ist der kreative Kopf hinter der Agentur MAINKA. Ihn zeichnet sein umfassendes Know-how über wichtige Werbebereiche wie auch neue Social-Media-Technologien aus. Daneben interessieren ihn gastronomische Trends.

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